{"id":1015,"date":"2010-02-10T13:52:34","date_gmt":"2010-02-10T12:52:34","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.drk-hu.de\/?p=1015"},"modified":"2020-09-05T20:52:03","modified_gmt":"2020-09-05T18:52:03","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.drk-hu.de\/?p=1015","title":{"rendered":"Deutsches Rotes Kreuz bleibt langfristig auf Haiti"},"content":{"rendered":"<p>Das Erdbeben vom 12. Januar 2010 hat mit Haiti eines der \u00e4rmsten L\u00e4nder der Welt getroffen. Neben der schwachen Wirtschaft litt das Land auch unter einer instabilen politischen Lage mit zahlreichen Unruhen. Seit dem Jahr 2004 sind Blauhelm-Soldaten in dem Karibikstaat stationiert.<br \/>&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br \/>Insgesamt drei Millionen&nbsp; Menschen sind von den Auswirkungen des Bebens betroffen. Zum Vergleich: Das entspricht der betroffenen Bev\u00f6lkerung nach dem Tsunami \u2013 nur war das auf sieben L\u00e4nder verteilt. Jetzt ist ein einziges Land in dieser Notsituation. <\/p>\n<h2><link http:\/\/www.drk.de\/spenden\/online-spenden.html _self>Spenden Sie jetzt f\u00fcr die Erdbebenopfer! Danke.<\/link><\/h2>\n<p> <b><\/b>Das Ausma\u00df der Zerst\u00f6rung in einem Ballungsraum \u2013 insbesondere der Hauptstadt &#8211; und die hohe Anzahl der betroffenen Menschen f\u00fchrt dazu, dass die Nothilfephase weit l\u00e4nger andauern wird als das normalerweise nach Naturkatastrophen der Fall ist. Das hei\u00dft, der Wiederaufbau von zerst\u00f6rten Stra\u00dfen, Krankenh\u00e4usern, der Wasser- und Hygiene-Versorgung etc. wird nach Expertensch\u00e4tzungen fr\u00fchestens in sechs Monaten begonnen. \u201eDas DRK ist auf einen l\u00e4ngeren Zeitraum der Nothilfe eingestellt,\u201c sagt Joachim M\u00fcller, Leiter des Katastrophenmanagements. \u201eBesonders schwierig d\u00fcrfte die Situation ab April werden, wenn die Regenzeit einsetzt und die Menschen noch immer in Zelten oder auf der Stra\u00dfe leben m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>In Haiti steht das DRK und andere Helfer vor einer Katastrophe bislang unbekannten Ausma\u00dfes, da eine ganze Region zerst\u00f6rt worden ist. In anderen Katastrophengebieten waren immer nur punktuell Landesteile betroffen, so dass man auf Personal und Ressourcen aus anderen Regionen zur\u00fcckgreifen konnte.<\/p>\n<p>\u201eDas ist in Haiti anders. Hier gibt es keine funktionierenden Beh\u00f6rden, keine medizinische Versorgung, kein ausgebildetes Personal. Um hier zu helfen, m\u00fcssen wir fast das gesamte Personal selbst anlernen, damit sie dann qualifiziert eingesetzt werden k\u00f6nnen.\u201c erkl\u00e4rt M\u00fcller weiter.<\/p>\n<p>Eine weitere Besonderheit: Normalerweise ist es m\u00f6glich, Materialien f\u00fcr den Wiederaufbau und Lebensmittel direkt vor Ort zu besorgen. In Haiti ist das nicht der Fall. \u201eWir m\u00fcssen praktisch jede Schraube und jede Schaufel im Ausland beschaffen\u201c, so M\u00fcller.<\/p>\n<p>Das Deutsche Rote Kreuz betreibt derzeit u.a. eine mobile Gesundheitsstation und ein mobiles Krankenhaus auf Haiti. Bis zu 1.000 Patienten werden in beiden Einheiten pro Tag versorgt. Zus\u00e4tzliche Nothilfe-Ma\u00dfnahmen laufen aktuell und werden vorbereitet: <\/p>\n<ul>\n<li>Trinkwasserversorgung f\u00fcr Fl\u00fcchtlings-Lager,<\/li>\n<li>Verteilung von Erste-Hilfe-Paketen, <\/li>\n<li>Impfaktionen z.B. gegen Tetanus, <\/li>\n<li>Verteilung von Holz f\u00fcr den Bau von Unterk\u00fcnften.<\/li>\n<\/ul>\n<p> Parallel wird der Wiederaufbau geplant. Ein Expertenteam, bestehend aus einer \u00c4rztin, einem Spezialisten in der Katastrophenvorsorge und einem Bauexperten, erkundet vor Ort den Bedarf und m\u00f6gliche Wiederaufbauprojekte.&nbsp; Das DRK wird sich langfristig vor allem im medizinischen Bereich inkl. Blutversorgung und Orthop\u00e4die, der Wasserversorgung und f\u00fcr Bauprojekte engagieren. Es ist wichtig, den Haitianern baldm\u00f6glichst ein besseres Leben zu erm\u00f6glichen. <b>F\u00fcr den Wiederaufbau ist das DRK weiterhin dringend auf Spenden angewiesen. Jeder Beitrag z\u00e4hlt. Haiti sagt danke!<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":1016,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1015","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.drk-hu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1015","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.drk-hu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.drk-hu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.drk-hu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.drk-hu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1015"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.drk-hu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1015\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.drk-hu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1016"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.drk-hu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1015"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.drk-hu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1015"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.drk-hu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1015"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}